Juckreiz beim Hund: Was hilft? Ursachen, Symptome & erste Schritte

Juckreiz beim Hund: Was hilft? Ursachen, Symptome & erste Schritte

Juckreiz beim Hund kann den Alltag komplett bestimmen. Der Hund kratzt sich, leckt die Pfoten, knabbert an der Haut oder kommt nachts kaum zur Ruhe. Für Halter ist das oft ebenso belastend: Man hört das Kratzen, sieht die gereizte Haut und fragt sich immer wieder: Was hilft bei Juckreiz beim Hund – und was kann ich jetzt tun?

Wichtig ist zunächst: Juckreiz – medizinisch Pruritus – ist keine eigene Krankheit, sondern ein Symptom. Häufige Ursachen sind Parasiten, Hautinfektionen und Allergien. Deshalb sollte nicht nur versucht werden, das Kratzen zu unterdrücken. Entscheidend ist, die Ursache zu finden.

Juckreiz beim Hund – die wichtigsten Schritte:

  • starken oder anhaltenden Juckreiz tierärztlich abklären lassen
  • Haut, Pfoten, Ohren, Bauch und Fell auf Veränderungen beobachten
  • Parasiten, Allergien und Hautinfektionen als mögliche Ursachen berücksichtigen
  • keine Humanmedikamente ohne tierärztliche Rücksprache geben
  • Schlafplatz, Decken und Bezüge sauber und gut waschbar halten
  • notieren, wann und an welchen Körperstellen der Juckreiz besonders stark ist

Ihr Hund kratzt sich ständig und findet keine Ruhe?

Ständiges Kratzen, Lecken und Knabbern ist nicht nur lästig. Für den Hund kann anhaltender Juckreiz sehr belastend sein. Durch wiederholtes Kratzen kann die Haut zusätzlich gereizt oder verletzt werden.

Besonders schwierig wird es, wenn der Hund auch nachts immer wieder aufsteht, sich kratzt, an den Pfoten leckt oder keine Schlafposition findet. Dann kommt nicht nur der Hund schlecht zur Ruhe – häufig wird auch die Nachtruhe der Menschen im Haushalt gestört.

Wenn Ihr Hund unabhängig vom Juckreiz nachts häufig unruhig ist, finden Sie weitere mögliche Ursachen im Ratgeber Hund ist nachts unruhig und wechselt ständig den Platz .

Was Sie gerade erleben

  • ständiges Kratzen oder Lecken
  • rote oder gereizte Haut
  • Pfotenknabbern
  • Haarausfall oder kahle Stellen
  • Unruhe am Tag oder in der Nacht
  • das Gefühl, bereits vieles ausprobiert zu haben

Was jetzt wichtig ist

  • Ursache statt nur Symptom betrachten
  • Parasiten ausschließen
  • Haut und Ohren untersuchen lassen
  • Allergien berücksichtigen
  • sekundäre Infektionen erkennen
  • Auslöser im Alltag beobachten

Was im Alltag helfen kann

  • sauberer Schlafplatz
  • waschbare Bezüge
  • Hautschuppen und Haare regelmäßig entfernen
  • Feuchtigkeit im Schlafplatz vermeiden
  • Beobachtungen für die Tierarztpraxis notieren
  • gezielte Abklärung statt ständig wechselnder Mittel

Was stoppt Juckreiz beim Hund sofort?

Es gibt kein Mittel, das jede Form von Juckreiz beim Hund sicher und sofort beseitigt. Hinter dem gleichen Symptom können sehr unterschiedliche Ursachen stecken – beispielsweise Flöhe, Milben, eine Allergie oder eine Hautinfektion.

Bei starkem Juckreiz kann die Tierarztpraxis Medikamente einsetzen, die Juckreiz und Entzündung gezielt kontrollieren. Welche Behandlung geeignet ist, hängt unter anderem von Ursache, Gesundheitszustand und möglichen Begleiterkrankungen des Hundes ab.

Verwenden Sie deshalb keine Medikamente für Menschen und tragen Sie nicht wahllos Cremes, ätherische Öle oder andere Präparate auf entzündete oder offene Hautstellen auf.

Hat sich der Hund bereits wund oder blutig gekratzt, ist der Juckreiz sehr stark oder findet der Hund kaum noch Ruhe, sollte die Ursache zeitnah tierärztlich abgeklärt werden.

Was hilft bei Juckreiz beim Hund?

Was bei Juckreiz hilft, richtet sich nach der Ursache. Deshalb beginnt eine sinnvolle Behandlung meist nicht mit einem bestimmten Shampoo, einer Salbe oder einem Hausmittel, sondern mit der Abklärung des Auslösers.

  • Parasiten: gezielte Behandlung gegen den jeweiligen Parasiten
  • Hautinfektionen: Behandlung abhängig davon, ob beispielsweise Bakterien oder Hefen beteiligt sind
  • Allergien: Auslöser soweit möglich identifizieren und Juckreiz beziehungsweise Entzündung kontrollieren
  • Futtermittelallergie: kontrollierte Ausschlussdiät unter tierärztlicher Anleitung
  • sekundäre Hautprobleme: gleichzeitig mitbehandeln

Gerade bei chronischen allergischen Hauterkrankungen kann eine langfristige, individuell angepasste Behandlung notwendig sein. Eine einzige Maßnahme passt nicht zu jedem Hund.

Juckreiz beim Hund – häufige Ursachen

Juckreiz kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Zu den häufigsten gehören Parasiten, Allergien und Hautinfektionen.

Allergien

Allergischer Juckreiz kann beispielsweise durch Umweltallergene, Flohspeichel oder Bestandteile des Futters ausgelöst werden. Bei einer atopischen Dermatitis können Umweltallergene wie Pollen, Schimmelsporen oder Hausstaubmilben eine Rolle spielen.

Typisch können unter anderem Juckreiz, Pfotenlecken, Reiben des Gesichts oder wiederkehrende Probleme an den Ohren sein.

Mehr dazu lesen Sie im ausführlichen Ratgeber Atopische Dermatitis beim Hund .

Flöhe

Flöhe können ausgeprägten Juckreiz verursachen. Bei einer Flohspeichelallergie reagiert der Hund besonders empfindlich auf Flohspeichel und kann sich stark kratzen, lecken oder knabbern.

Milben beim Hund

Verschiedene Milbenarten können Hautprobleme verursachen. Sarcoptesmilben können beispielsweise sehr starken Juckreiz auslösen. Demodexmilben leben in den Haarfollikeln; bei einer Demodikose können Haarausfall und Hautveränderungen auftreten und – abhängig vom Verlauf – auch Juckreiz entstehen.

Mehr zur Demodikose erfahren Sie im Beitrag Demodikose beim Hund – Haarbalgmilben erkennen .

Bakterien und Hefen

Wird die Haut durch eine zugrunde liegende Erkrankung und ständiges Kratzen geschädigt, können sich zusätzlich bakterielle oder durch Hefen verursachte Hautinfektionen entwickeln. Diese können den Juckreiz weiter verstärken.

Futterallergie oder Futterreaktion

Auch Futter kann bei manchen Hunden eine Rolle spielen. Hautprobleme können dabei zusammen mit Juckreiz auftreten; teilweise bestehen zusätzlich Magen-Darm-Beschwerden.

Eine Futtermittelallergie lässt sich nicht zuverlässig allein anhand der Symptome erkennen. Zur Abklärung wird üblicherweise eine konsequent durchgeführte Ausschlussdiät unter tierärztlicher Anleitung eingesetzt.

Welches Futter hilft bei Juckreiz beim Hund?

Ein bestimmtes Futter hilft nicht grundsätzlich gegen jeden Juckreiz. Liegt tatsächlich eine Futtermittelallergie vor, muss zunächst herausgefunden werden, auf welchen Bestandteil der Hund reagiert.

Eine eigenständige Reihe ständig wechselnder Futtersorten kann die Ursachenfindung erschweren. Wird eine Futtermittelallergie vermutet, sollte die Ausschlussdiät deshalb konsequent und nach einem festen Plan durchgeführt werden.

Juckreiz beim Hund am Bauch, an Pfoten, Ohren oder After

Auch die Körperstelle kann Hinweise liefern. Sie reicht jedoch nicht aus, um die Ursache sicher festzustellen.

Juckreiz beim Hund am Bauch

Rötungen und Juckreiz am Bauch können unter anderem bei Allergien, Kontaktreaktionen, Parasiten oder Hautinfektionen auftreten. Da der Bauch häufig weniger dicht behaart ist, fallen Hautveränderungen dort oft früh auf.

Juckreiz an den Pfoten

Häufiges Lecken oder Knabbern an den Pfoten kann unter anderem bei allergischen Hautproblemen auftreten. Auch die Haut zwischen den Zehen sollte auf Rötungen, Verfärbungen oder wunde Stellen kontrolliert werden.

Juckreiz im Ohr beim Hund

Kratzen am Ohr, Kopfschütteln, Rötungen oder auffälliger Geruch sollten tierärztlich untersucht werden. Allergische Erkrankungen, Infektionen oder Parasiten können hinter Ohrproblemen stecken.

Mehr zum Thema finden Sie im Ratgeber Milben im Ohr bei Hunden – Symptome und Behandlung .

Afterjucken beim Hund – mögliche Ursachen

Wenn ein Hund häufig am After leckt, sich dort kratzt oder mit dem Hinterteil über den Boden rutscht, sollte der Bereich genauer untersucht werden. Unterschiedliche lokale Haut- oder Analprobleme sowie Parasiten können eine Rolle spielen.

Wiederkehrendes Afterjucken beim Hund, Schmerzen oder sichtbare Veränderungen sollten tierärztlich abgeklärt werden.

Hund riecht und kratzt sich – warum das wichtig ist

Wenn ein Hund riecht und sich gleichzeitig stark kratzt, sollte nicht nur versucht werden, den Geruch zu überdecken. Auffälliger Hautgeruch kann zusammen mit Rötungen, Schuppen, Krusten oder anderen Hautveränderungen bei Hautproblemen auftreten.

Besonders wenn Geruch und Juckreiz neu auftreten oder sich deutlich verstärken, ist eine Untersuchung sinnvoll.

Juckreiz und Haarausfall beim Hund

Durch häufiges Kratzen, Knabbern und Lecken können Haare abbrechen oder ausfallen. Haarausfall kann jedoch auch selbst Teil einer zugrunde liegenden Hauterkrankung sein.

Vor allem bei sichtbaren kahlen Stellen sollte deshalb nach der Ursache gesucht werden. Mehr dazu erfahren Sie im Beitrag Haarausfall bei Hunden – Ursachen und Lösungen .

Juckreiz beim Hund im Sommer oder zu bestimmten Jahreszeiten

Tritt Juckreiz immer wieder zu bestimmten Jahreszeiten auf, ist diese Information für die Ursachenforschung hilfreich. Umweltallergene wie verschiedene Pollen sind saisonabhängig, ebenso kann sich die Belastung durch Parasiten im Jahresverlauf verändern.

Notieren Sie deshalb, wann ein neuer Schub beginnt, welche Körperstellen betroffen sind und ob sich gleichzeitig Futter, Spazierwege, Pflegeprodukte oder andere Faktoren verändert haben.

Juckreiz beim Hund Hausmittel – was ist sinnvoll?

Die Suche nach einem Hausmittel gegen Juckreiz beim Hund ist verständlich – besonders wenn der Hund sich ständig kratzt und man ihm möglichst schnell helfen möchte.

Das Problem: Ein Mittel, das bei einer bestimmten Hautsituation kurzfristig angenehm erscheint, behandelt weder automatisch Milben oder Flöhe noch eine bakterielle Infektion oder Allergie.

Hausmittel sollten deshalb die Abklärung der Ursache nicht ersetzen. Besonders bei starkem, wiederkehrendem oder plötzlich auftretendem Juckreiz ist eine gezielte Diagnose sinnvoller als immer neue Mittel auszuprobieren.

Welche Hausmittel lindern Juckreiz beim Hund?

Ohne die Ursache zu kennen, lässt sich kein Hausmittel allgemein empfehlen. Gereizte, entzündete oder verletzte Haut kann auf ungeeignete Substanzen zusätzlich reagieren.

Bevor Shampoo, Öl, Creme, Essig, ätherische Öle oder andere Hausmittel verwendet werden, sollte bei deutlichem Juckreiz geklärt werden, wodurch die Beschwerden verursacht werden.

Welche Globuli helfen gegen Juckreiz beim Hund?

Bei anhaltendem Juckreiz sollte die Suche nach der Ursache nicht durch Globuli oder andere nicht gezielt auf die Diagnose abgestimmte Mittel verzögert werden.

Parasiten, Allergien und Hautinfektionen benötigen jeweils unterschiedliche Maßnahmen. Deshalb ist eine tierärztliche Abklärung besonders bei starkem oder wiederkehrendem Juckreiz der wichtigere Schritt.

Welches Vitamin fehlt bei Juckreiz beim Hund?

Aus Juckreiz allein lässt sich kein bestimmter Vitaminmangel ableiten. Parasiten, Allergien und Hautinfektionen gehören zu den häufigeren Ursachen von Juckreiz.

Nahrungsergänzungsmittel sollten deshalb nicht allein aufgrund des Symptoms Juckreiz auf Verdacht gegeben werden. Besteht der Verdacht auf eine unausgewogene Ernährung, sollte die gesamte Fütterung beurteilt werden.

Welches Medikament hilft gegen Juckreiz beim Hund?

Welche Medikamente sinnvoll sind, hängt von der Ursache und vom einzelnen Hund ab. Bei allergischem Juckreiz stehen der Tierarztpraxis verschiedene verschreibungspflichtige Möglichkeiten zur Verfügung. Liegt dagegen beispielsweise eine Parasiten- oder Hautinfektion vor, muss diese gezielt behandelt werden.

Geben Sie deshalb keine Medikamente aus der Humanmedizin oder übrig gebliebene Präparate eines anderen Tieres ohne tierärztliche Rücksprache.

Welches Shampoo hilft bei Juckreiz beim Hund?

Auch bei Shampoos hängt die Auswahl von der Ursache und dem Zustand der Haut ab. Ein Shampoo für trockene Haut erfüllt eine andere Aufgabe als ein medizinisches Shampoo, das beispielsweise bei bestimmten Hautinfektionen eingesetzt wird.

Bei entzündeter, nässender oder stark gereizter Haut sollte deshalb vor der Anwendung geklärt werden, welches Produkt für den jeweiligen Befund geeignet ist.

Wann muss ein Hund mit Juckreiz zum Tierarzt?

Gelegentliches Kratzen ist normal. Tierärztlich abgeklärt werden sollte Juckreiz jedoch insbesondere dann, wenn er stark ist, immer wiederkehrt oder die Haut bereits sichtbar verändert ist.

Achten Sie besonders auf:

  • wund oder blutig gekratzte Haut
  • nässende oder stark entzündete Stellen
  • deutlichen Haarausfall oder kahle Stellen
  • Krusten oder starke Schuppenbildung
  • auffälligen Haut- oder Ohrgeruch
  • anhaltendes Pfotenlecken oder Knabbern
  • starke Unruhe und fehlenden Schlaf
  • rasch zunehmende Beschwerden

Der Schlafplatz bei Juckreiz und Allergien – was er leisten kann und was nicht

Ein Hundebett behandelt keine Allergie, keinen Milbenbefall und keine Hautinfektion. Der Schlafplatz ist aber ein Bereich, mit dem der Hund jeden Tag über viele Stunden Kontakt hat. Deshalb sind Reinigung und Pflege gerade bei Hunden mit Hautproblemen sinnvoll zu berücksichtigen.

Haare, Hautschuppen, Staub, Speichel und Verschmutzungen sammeln sich mit der Zeit im Schlafplatz. Abnehmbare und gut waschbare Bezüge erleichtern die regelmäßige Reinigung.

Beim Hundebett Langschläfer besteht der Außenbezug aus 100 % Hanf-Naturfaser und kann bei 60 °C gewaschen werden. Unter dem Hanfbezug befindet sich bereits ein Schutzbezug, der bei 95 °C gewaschen werden kann und die eigentliche Liegefläche schützt.

Hanf reguliert Feuchtigkeit und ist von Natur aus schmutzabweisend und geruchsbindend. Die dicht gewebte Oberfläche lässt sich außerdem meist unkompliziert von Haaren und losem Schmutz befreien.

Wenn bei Ihrem Hund insbesondere eine Milbenallergie eine Rolle spielt, finden Sie ausführlichere Informationen auf unserer Seite Hundebett bei Milbenallergie .

5 von 5 Sternen · Kundenbewertung über Judge.me

Ein echter Segen für Allergiker-Hunde

„Wir sind absolut begeistert von den Decken! Cookie leidet leider sehr unter seinen Allergien und ich habe lange nach einer Lösung gesucht, auf der er entspannt liegen kann, ohne Hautprobleme zu bekommen.

Mittlerweile haben wir zwei Hundedecken für die Autos, eine Decke fürs Büro und ein Kissen für zu Hause. Cookie liebt sie – und seitdem sind seine Hautprobleme verschwunden.

Vor Kurzem haben wir für ein Wochenende ein anderes Kissen genutzt, das uns zur Verfügung gestellt wurde. Schon diese kurze Zeit hat ausgereicht, um einen starken Allergieschub auszulösen. Das hat uns erst richtig gezeigt, welchen Unterschied die Decken und das Kissen machen. Für uns ist das der beste Beweis, wie gut die Decken und das Kissen für ihn funktionieren.

Wir können die Produkte von Herzen weiterempfehlen und würden sie jederzeit wieder kaufen!“

Hinweis: Dies ist die persönliche Erfahrung einer Kundin mit ihrem Hund. Die geschilderten Ergebnisse können nicht allgemein auf andere Hunde übertragen werden. Allergien und anhaltender Juckreiz sollten tierärztlich abgeklärt und behandelt werden.

Juckreiz durch Hausstaubmilben oder andere Milben?

Beim Stichwort Milben müssen unterschiedliche Situationen auseinandergehalten werden. Eine Allergie gegen Hausstaubmilben ist etwas anderes als eine Hauterkrankung durch bestimmte Milbenarten.

Bei einer Hausstaubmilbenallergie reagiert der Hund auf Allergene in seiner Umgebung. Sarcoptesmilben können dagegen einen stark juckenden Milbenbefall verursachen. Bei Demodexmilben handelt es sich um Haarbalgmilben, die bei einer Demodikose zu Haut- und Fellveränderungen führen können.

Passende weiterführende Informationen:

Fazit: Bei Juckreiz beim Hund zählt die Ursache

Wenn Ihr Hund sich ständig kratzt, leckt oder knabbert, ist die wichtigste Frage nicht nur „Was stoppt den Juckreiz?“, sondern „Warum juckt es?“

Parasiten, Allergien und Hautinfektionen gehören zu den häufigen Ursachen. Je genauer die Ursache eingegrenzt wird, desto gezielter kann behandelt werden.

Auch der Alltag darf dabei nicht vergessen werden. Wenn ein Hund nachts kaum zur Ruhe kommt, sich immer wieder kratzt und die ganze Familie durch Kratzen oder Lecken aufgeschreckt wird, wird aus einem Hautproblem schnell eine große Belastung.

Ein sauberer, gut zu reinigender Schlafplatz ersetzt keine Behandlung. Er kann aber ein sinnvoller Bestandteil des Alltags für Hunde mit Allergien, Hautproblemen oder erhöhten Anforderungen an die Hygiene sein.

FAQ – Häufige Fragen zu Juckreiz beim Hund

Was bei Juckreiz beim Hund hilft, hängt von der Ursache ab. Parasiten, Allergien und Hautinfektionen gehören zu den häufigsten Auslösern und benötigen unterschiedliche Behandlungen.

Bei starkem, wiederkehrendem oder länger anhaltendem Juckreiz sollte deshalb zunächst die Ursache tierärztlich abgeklärt werden. Erst danach lässt sich gezielt entscheiden, welche Behandlung sinnvoll ist.

Es gibt kein Mittel, das jede Form von Juckreiz beim Hund sofort und zuverlässig stoppt. Hinter dem gleichen Symptom können beispielsweise Flöhe, Milben, eine Allergie oder eine Hautinfektion stecken.

Bei sehr starkem Juckreiz kann die Tierarztpraxis geeignete Medikamente zur Kontrolle von Juckreiz und Entzündung einsetzen. Welche Behandlung passt, hängt vom einzelnen Hund und von der Ursache ab.

Tierärztlich abgeklärt werden sollte Juckreiz insbesondere dann, wenn sich der Hund häufig oder sehr stark kratzt, sich wund leckt oder beißt, kahle Stellen entstehen oder die Haut gerötet, nässend oder entzündet ist.

Auch auffälliger Haut- oder Ohrgeruch, starke Unruhe, fehlender Schlaf oder immer wiederkehrende Beschwerden sind Gründe für eine Untersuchung.

Zu den häufigen Ursachen für Juckreiz beim Hund gehören Parasiten wie Flöhe oder Milben, allergische Hauterkrankungen sowie bakterielle oder durch Hefen verursachte Hautinfektionen.

Da unterschiedliche Erkrankungen sehr ähnliche Symptome verursachen können, lässt sich die Ursache allein anhand des Kratzens meist nicht sicher bestimmen.

Ständiges Kratzen und Lecken kann auf anhaltenden Juckreiz hinweisen. Besonders häufig lecken Hunde Pfoten oder andere Körperstellen wiederholt, wenn die Haut gereizt oder entzündet ist.

Allergien, Parasiten und Hautinfektionen kommen als Ursachen infrage. Wird das Verhalten häufiger oder entstehen Hautveränderungen, sollte die Ursache abgeklärt werden.

Wenn ein Hund riecht und sich gleichzeitig kratzt, kann auffälliger Haut- oder Ohrgeruch zusammen mit Rötungen, Schuppen, fettiger Haut oder anderen Veränderungen auf ein Hautproblem hinweisen.

Auch sekundäre bakterielle oder durch Hefen verursachte Infektionen können bestehenden Juckreiz verstärken. Neu auftretender oder stärker werdender Geruch zusammen mit Juckreiz sollte deshalb untersucht werden.

Häufiges Lecken, Knabbern oder Beißen an den Pfoten kann unter anderem bei allergischen Hautproblemen auftreten. Auch Hautentzündungen oder andere lokale Veränderungen können eine Rolle spielen.

Achten Sie besonders auf Rötungen, wunde Stellen oder Verfärbungen zwischen den Zehen und lassen Sie wiederkehrende Beschwerden abklären.

Kratzen an den Ohren, Kopfschütteln, Rötungen, Ausfluss oder auffälliger Geruch können bei verschiedenen Ohrproblemen auftreten. Mögliche Ursachen sind unter anderem Allergien, Parasiten sowie bakterielle oder durch Hefen verursachte Entzündungen.

Da Ohrprobleme schmerzhaft werden können und häufig wiederkehren, sollte die Ursache tierärztlich untersucht werden.

Wenn ein Hund häufig am After leckt, sich dort kratzt oder mit dem Hinterteil über den Boden rutscht, können verschiedene Probleme im Anal- oder Hautbereich dahinterstecken.

Wiederkehrendes Afterjucken beim Hund, sichtbare Veränderungen oder Schmerzen sollten deshalb untersucht werden, statt ausschließlich das Kratzen zu behandeln.

Ja. Verschiedene Milbenarten können Hautprobleme verursachen. Ein Befall mit Sarcoptesmilben kann beispielsweise starken Juckreiz auslösen. Demodexmilben leben dagegen in Haarfollikeln und können bei einer Demodikose zu Haut- und Fellveränderungen führen.

Davon zu unterscheiden ist eine Allergie gegen Hausstaubmilben. Dabei handelt es sich nicht um einen Milbenbefall der Haut, sondern um eine allergische Reaktion auf Allergene aus der Umgebung.

Ja. Allergien gehören zu den häufigen Ursachen für Juckreiz beim Hund. Möglich sind beispielsweise Reaktionen auf Umweltallergene, Flohspeichel oder Bestandteile des Futters.

Bei allergischen Hauterkrankungen können neben Juckreiz auch Pfotenlecken, wiederkehrende Ohrprobleme oder Hautveränderungen auftreten.

Es gibt kein bestimmtes Futter, das grundsätzlich gegen Juckreiz hilft. Nur wenn tatsächlich eine Futtermittelallergie beziehungsweise eine unerwünschte Futterreaktion beteiligt ist, spielt die Ernährung eine zentrale Rolle.

Zur Abklärung wird üblicherweise eine konsequent durchgeführte Ausschlussdiät eingesetzt. Ständig wechselnde Futtersorten auf eigene Faust können die Ursachenfindung dagegen erschweren.

Ohne die Ursache des Juckreizes zu kennen, lässt sich kein Hausmittel allgemein empfehlen. Ein Mittel, das sich bei einer bestimmten Hautsituation angenehm anfühlt, behandelt nicht automatisch Parasiten, Allergien oder Hautinfektionen.

Besonders bei entzündeter, wunder oder stark gereizter Haut sollten Öle, Cremes, Essig, ätherische Öle oder andere Hausmittel nicht wahllos angewendet werden.

Aus Juckreiz allein lässt sich kein bestimmter Vitaminmangel ableiten. Parasiten, Allergien und Hautinfektionen gehören zu den häufigeren Ursachen von Juckreiz.

Nahrungsergänzungsmittel sollten deshalb nicht allein aufgrund des Symptoms auf Verdacht gegeben werden. Bestehen Zweifel an der Nährstoffversorgung, sollte die gesamte Fütterung beurteilt werden.

Ja. Ein Hund mit starkem Juckreiz kann auch nachts immer wieder aufwachen, sich kratzen, lecken oder knabbern und dadurch schlecht zur Ruhe kommen.

Das kann gleichzeitig die Nachtruhe der Menschen im Haushalt beeinträchtigen. Gerade wenn der Hund nachts regelmäßig durch den Juckreiz wach wird, sollte die Ursache abgeklärt werden.

Ein anderer Schlafplatz behandelt die Ursache von Juckreiz nicht. Bei Allergien oder Hautproblemen kann es aber sinnvoll sein, darauf zu achten, dass der Schlafplatz gut zu reinigen ist und Haare, Hautschuppen und Verschmutzungen regelmäßig entfernt werden können.

Abnehmbare, ausreichend heiß waschbare Bezüge und ein gut geschütztes Innenleben erleichtern die Hygiene. Bei unseren Hundebetten ist der Hanfbezug bei 60 °C und der darunterliegende Schutzbezug bei 95 °C waschbar.

Hanf-Naturfaser ist robust, feuchtigkeitsregulierend, schmutzabweisend und geruchsbindend. Für Hunde mit Allergien ist zusätzlich besonders relevant, dass sich ein entsprechend konstruierter Hanfbezug regelmäßig gründlich reinigen lässt.

Bei unseren Hundebetten kann der Hanfbezug bei 60 °C gewaschen werden. Ein Hundebett aus Hanf ersetzt jedoch weder die Diagnose noch die Behandlung einer Allergie.

Bei einer Milbenallergie sammeln sich Allergene unter anderem zusammen mit Staub und Hautschuppen in der Umgebung des Hundes. Ein Schlafplatz, dessen Bezüge regelmäßig gründlich gereinigt werden können, erleichtert deshalb die Hygiene.

Bei unseren Hundebetten ist der Hanfbezug bei 60 °C waschbar. Der bereits darunter aufgezogene Schutzbezug kann bei 95 °C gewaschen werden und schützt die nicht waschbare Matratze beziehungsweise das Innenkissen.